Witten hat sie schon
Stadtteilmütter: Nachbarstädte freuen sich drauf
Witten 26. August 2011 - In Bochum, Dortmund und Essen freut man sich auf 55 Frauen, die in diesen Tagen dort ihren Dienst als “Stadtteilmütter” antreten. In Witten freut man sich ebenfalls: Denn hier gibt es sie längst. ”

Stadtteilmütter in Witten 2010 (Foto: Universitätsstadt Witten)
Aufgabe der Stadtteilmütter ist die gesellschaftliche und interkulturelle Integration von Migrantenfamilien”, erklärt Katja Kern von der QuaBeD, wo Stadtteilmütter bereits in den Jahren 2007 bis 2010 ausgebildet wurden. Derzeit werden bereits qualifizierte Stadtteilmütter sogar weitergeschult zu FamilienpatinnEN., wobei die Qualifikation den Schwerpunkt auf Erziehung, Versorgung, Pflege und Netzwerkanbindung legt.Welche Aufgaben erfüllen die Wittener Stadtteilmütter
“Sie unterstützen die Eltern in der Alltagsbewältigung, in Erziehungs- und Schulfragen und helfen beim Kontakt mit Behörden”, erläutert Kern die anspruchsvolle Aufgabe der Stadtteilmütter. Sie handeln als Vermittlerinnen zwischen den Kompetenzen kulturell unterschiedlicher Familien, als alltagsorientierte Unterstützerinnen in der gesellschaftlichen Integration, als Begleiterinnen für den Zugang zu vorbeugenden und sozialen Hilfesystemen und als Beraterinnen über die Möglichkeiten der Unterstützung durch das Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystem.
“Im Rahmen von Kind in Witten (KiWi) werden die Stadtteilmütter außerdem in Familien mit kleinen Kindern eingesetzt, wenn die Eltern über wenig (deutsche) Sprachkenntnisse verfügen und sich mit den Strukturen (Beratungs-, Betreuungs- und Unterstützungseinrichtungen/ Transfermittelbeantragung) in Witten nicht auskennen”, erklärt Gorden Stelmaszyk, Leiter des Sachgebietes Frühe Hilfen und Projektleiter von KiWi.
Deutsche Sprachkenntnisse, soziale Kompetenz, und Spaß an der Verwirklichung des kulturellen und gesellschaftlichen Miteinanders in Witten sind deshalb wichtige Voraussetzungen für die Arbeit einer Stadtteilmutter.
Projekt Stadtteilmütter
Das Projekt ist eine Kooperation der QuaBeD mit dem Wittener Internationalen Netzwerk (WIN), die darüber hinaus mit dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt, der Integrationsbeauftragten, der JobAgentur EN, den Beratungsstellen für Familien, Eltern, Kindern, dem Familienzentrum der Lebenshilfe e.V. und der vhs Witten | Wetter | Herdecke zusammen arbeiten. Gefördert wird das Projekt Stadtteilmütter vom Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge.
(26/08/11- lk)
Pressemitteilung : Universitätsstadt Witten














